Freundschaft im französischen Adel des 17. Jahrhunderts

Kühner, Christian

Der Artikel verfolgt einen historisch-semantischen Zugriff auf Freundschaft: Er geht vom Quellenbegriff ›amitié‹ aus. Die Bedeutung des Begriffs unterscheidet sich in der französischen Hofgesellschaft im 17. Jahrhundert deutlich von heutigen Auffassungen von Freundschaft. Als Quellenbasis dienen Memoiren und Briefe. Vier Bereiche werden untersucht. Das Denken über Freundschaft rezipiert antike Vorstellungen, ist aber auch beeinflusst von aristokratischen Normen und höfischen gesellschaftlichen Gegebenheiten. Die Sprache der Freundschaft zeichnet sich durch Hyperbeln aus und respektiert auch unter Freunden die Sprachregeln adliger Höflichkeit. Die nichtsprachlichen Zeichen der Freundschaft werden in Rituale, Gesten und Symbole eingeteilt. Die Freundschaftsdienste umfassen ein breites Spektrum ausgetauschter Leistungen. Mehr als um die Frage der Existenz oder Nichtexistenz von Bindungen zwischen konkreten Personen geht es um die Eigenschaften der Sozialbeziehung Freundschaft.

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