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Familiäre Organisation und institutionelle Leitideen des deutschen Adels im 19. Jahrhundert : Eine Projektskizze

Der Beitrag stellt ein laufendes Projekt zur Untersuchung der Organisation adliger Familien und ihrer kulturellen Leitbilder in der Zeit zwischen etwa 1850 und 1940 vor. Dabei werden Familien des nordostdeutschen Adels mit ehemaligen Reichsritterfamilien Südwestdeutschlands verglichen und eine erste Typologisierung ihrer Organisationsmuster vorgestellt. Sind es in Nordostdeutschland vor allem die seit den 1850er Jahren gegründeten Familienverbände, die den Zusammenhalt des Geschlechts sichern sollten, so findet sich in Südwestdeutschland der Zusammenhang stärker über den gemeinschaftlichen Grundbesitz begründet. Dieser Fixpunkt löste sich aber im Laufe des 19. Jahrhunderts zum Teil auf, wenn Kondominate in Fideikommisse mit Primogenitur umgewandelt wurden und immer weniger Familienmitglieder am Grundbesitz Teil hatten.

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