Vater und Sohn : Friedrich der Große und die Dynastie der Hohenzollern

Marschke, Benjamin

Wenn die Hohenzollernherrscher im 17. und 18. Jahrhundert die dynastische Kontinuität durch eine Reihe erstgeborener Söhne absichern konnten und Preußen im Laufe des 18. Jahrhunderts zur Großmacht aufstieg, sollte diese Erfolgsgeschichte nicht den Blick darauf verstellen, dass die Hohenzollern zwischenzeitlich gravierende dynastisch-politisch Probleme gehabt haben. Jeder preußische Herrscher in dieser Zeit musste irgendwann seinem prospektiven Nachfolger entgegentreten. Die Resultate dieser Konfrontationen waren nie eindeutige Siege, aber immer Kompromisse zwischen dem aktuellen Herrscher und seinem Nachfolger. In einem extremen Fall übernahm aber der Kronprinz effektiv die Regierung, wie das Beispiel Friedrich Wilhelm I. als Kronprinz zeigt; in einem anderen Fall wurde der Kronprinz gedemütigt und effektiv verbannt, wie es wiederum Friedrich Wilhelm I., nun als König, seinem Sohn antat. Vor dem Hintergrund wird insgesamt deutlich, dass auch die Regierung Friedrich Wilhelm I. viel unsicherer und prekärer war, als allgemein angenommen wird.

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