L’aristocratie de l’Europe centrale dans un monde en mutation. : Le cas des comtes Harrach, fin du 19e – milieu du 20e siècles

Raptēs, Kōnstantinos GND

Die Grafen Harrach wie andere Familien des altösterreichischen Hochadels stellen ein interessantes Beispiel für die Auseinandersetzung mit den Fragen des Niedergangs bzw. des Obenbleibens des Adels dar. Es lässt sich diesbezüglich behaupten, dass es trotz der politischen Entmachtung des Adels vor und vor allem seit 1918 vielen Hochadeligen gelang, den Großteil ihres Vermögens zu erhalten und bis in die 1930er Jahre hinein ein gewissermaßen ›standesgemäßes‹ Leben weiterführen zu können. Der zum Großteil durch Fideikommiss abgesicherte Großgrundbesitz, die Endogamie, die Exklusivität wie die Familien- bzw. Gruppensolidarität und das karitative Engagement dürften bis in die Zwischenkriegszeit zur Erhaltung einer distinktiven sozialen Identität vor allem innerhalb der dünnen begüterten Schicht der Familienoberhäupter des Hochadels beigetragen haben.

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