Die Krise des Adels und die Europaidee in Deutschland und Österreich, 1918–1939

Gusejnova, Dina GND

Die Zwischenkriegszeit war eine historische Phase besonders intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema europäische Identität unter Intellektuellen und Politikern in Deutschland und Österreich. Für Intellektuelle adeliger Herkunft bot die Europaidee einen kreativen Ausweg aus ihrer gesellschaftspolitischen Identitätskrise. Die Autoren, die im Mittelpunkt der Dissertation stehen – die Grafen Richard Coudenhove-Kalergi, Harry Kessler, und Hermann Keyserling – werden in meinem Forschungsprojekt als Mitglieder bestimmter sozialer Konfigurationen analysiert, in denen sich Adlige nach 1918 als Intellektuelle neu behaupten mussten. Aus dieser Analyse heraus ist ihr Beitrag zum europäischen Diskurs als Versuch einer existentiellen Selbstfindung sowohl innerhalb der neuen politischen Landschaft Europas als auch in ihren gesellschaftlichen Kreisen aufzufassen. Dies hat besondere Konsequenzen für die Bewertung des Charakters des europäischen Diskurses der Zwischenkriegszeit als politischer Theorie.

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