Monarchisches Erbe und Landesbewusstsein in Thüringen und Bayern nach 1918 bzw. 1945

Ellrich, Hartmut GND

Die Bewohner der bis 1871 bestehenden deutschen Einzelstaaten entwickelten unterschiedlich starke Bezüge zu ihren Herrscherhäusern. Diese reichten von enger Verbundenheit bis hin zur stärkster Abnabelung, beispielhaft zu erleben im traditionell-konservativen Sachsen-Coburg und dem republikanisch-demokratischen Sachsen-Gotha – einem Doppelherzogtum, das seit 1826 verbunden war und niemals recht zusammenfand. Mit der Revolution von 1918 brach der Konflikt offen aus. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 fanden sich die vormaligen Teilherzogtümer an der Nahtstelle des "Eisernen Vorhangs" wieder. Doch liefen die Entwicklungen in Thüringen und Bayern gerade nach 1945 diametral auseinander? Motto: "guter" Westen – "böser" Osten oder gab es Traditionen, die der offiziellen politischen Linie widersprachen? Das Ergebnis ist erstaunlich und wird an weiteren Regionen (Fürstentum Schwarzburg und dem vormaligen Königreich Bayern) vertieft. Das monarchische Erbe und das Landesbewusstsein wurden bislang nur in Einzelstudien erfasst, eine Gesamtschau fehlt bislang. Der Beitrag versucht erstmals einen vergleichenden Blick auf Regionen in Mittel- und Süddeutschland nach 1918 und 1945.

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