Subjektives Glücksempfinden und seine Einflussfaktoren im japanischen Kontext: Eine glücksökonomische Analyse der Ergebnisse des National Survey on Lifestyle Preferences (Fiskaljahr 2010)

Kohlbacher, Florian GND; Tiefenbach, Tim GND

Die sog. „Glücksökonomik“ hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten als eigenständiges Forschungsfeld etabliert und Glück sowie Lebenszufriedenheit werden seitdem vermehrt von Regierungen als anstrebenswerte politische Ziele wahrgenommen. Die japanische Regierung trägt diesem Trend Rechnung indem sie regelmäßig Daten zum persönlichen Glücksempfinden und seinen Determinanten in landesweiten Befragungen erhebt. Der vorliegende Artikel hat zwei Ziele. Erstens gibt der Artikel einen umfassenden Überblick über die japanbezogene Forschung im Bereich der Glücksökonomik, wobei nicht nur internationale, sondern auch japanisch-sprachige Studien berücksichtigt werden. Zweitens analysiert der Artikel Daten des National Survey on Lifestyle Preferences aus dem Fiskaljahr 2010 mit dem Ziel, Determinanten und Korrelate des persönlichen Glücksempfindens in Japan herauszustellen. Im Allgemeinen bestätigen die Ergebnisse bisherige Studien im Bereich der Glücksökonomik, wie z.B. die häufig gefundene Korrelation zwischen Einkommen und Glück. Weiterhin liefert die Studie neue Einsichten bezüglich bislang noch nicht oder nur wenig berücksichtigter Zusammenhänge, wie z.B. dem negativem Einfluss des subjektiven Einsamkeitsempfindens. Da die Befragung am Ende des Fiskaljahrs 2010 im März 2011 durchgeführt wurde, bieten die Daten ebenfalls die einmalige Gelegenheit zu überprüfen, inwieweit das Glücksempfinden der Befragten vor und nach der Erdbebenkatastrophe des 11. März beeinflusst wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Glücksempfinden nach dem 11. März leicht abnimmt, allerdings verschwinden die Effekte sowie die Präfekturen als Kontrollvariablen hinzugefügt werden.

Happiness economics has become an established field of research and happiness and life satisfaction are increasingly considered important policy goals by governments around the globe. The Japanese government acknowledges this trend by regularly collecting data on personal happiness and its determinants through nationwide surveys. This paper has two purposes. First, it provides a comprehensive overview of the state of the field of happiness economics in Japan by also drawing on the literature published in Japanese in addition to publications in international journals. Second, the paper analyses data from the fiscal year 2010 National Survey on Lifestyle Preferences to determine the factors correlated with personal happiness in Japan. Overall, results confirm relationships established by previous studies in the field of happiness economics, such as the correlation between income and happiness. In addition, this study also provides new insights into relationships which have been neglected by previous research, such as the negative impact of perceived loneliness. As the survey was conducted at the end of fiscal year 2010 in March 2011 it also provides the unique opportunity to check whether responses differ before and after the Great East Japan Earthquake of March 11. Results indicate that happiness decreases slightly after March 11, although this effect disappears when controlling for prefectures.

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