Eine kontinuitätsgebremste Revolution : Deutschland an der Wegscheide zwischen Monarchie und Demokratie
Der Beitrag wirft einen Blick auf die Geschichte der deutschen Revolution von 1918/19 und skizziert Etappen und Formen des Übergangs zwischen Kaiserreich und Republik. Er geht der Frage nach, ob die Revolution unausweichlich war, oder ob die Monarchie, nach Absetzung Kaiser Wilhelms II. und demokratisch-parlamentarisch reformiert, nicht hätte erhalten werden können. Der Aufsatz erörtert aber ebenso neue politisch-gesellschaftliche, bald durch den Einsatz von Gewalt immer schärfer gezogene Konfliktlinien, die den alten Gegensatz zwischen Monarchisten und Republikanern rasch in den Hintergrund rücken und eine Renovatio imperii immer unwahrscheinlicher erscheinen ließen. Am Ende steht die Bilanz einer kontinuitätsgebremsten Revolution, die das Erbe des Kaiserreichs in seiner ambivalenten Modernität in die Weimarer Republik hineintrug, ohne dass der Monarchismus als politische Bewegung eine tonangebende Rolle spielen sollte.
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Cultural History of Prussia - Colloquia
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