S. Maria dell'Anima : Zur Geschichte einer "deutschen" Stiftung in Rom

Matheus, Michael GND (edt.)

Die „deutsche“ Einrichtung Santa Maria dell'Anima in Rom zählt neben dem Campo Santo Teutonico zu den zentralen Anlaufstellen für Pilger aus dem nordalpinen Raum respektive dem Heiligen Römischen Reich. Die Gründung geht auf eine Stiftung in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zurück. 1399 bestätigte Papst Benedikt IX. die Gründung, im Mai 1406 wurde die Stiftung in einem päpstlichen Privileg direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt. Zentrale Bedeutung kam dem Pilgerhospiz besonders angesichts der seit dem Jahr 1300 regelmäßig ausgerufenen Heiligen Jahre zu. Vor dem Hintergrund der katholischen Reform nach dem Trienter Konzil erreichten die Pilgerzahlen in Rom in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sowie im 17. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Seit der Mitte dieses Jahrhunderts, besonders aber dann im 18. Jahrhundert nahm zudem der Strom von adeligen und bürgerlichen Romreisenden zu, die die Ewige Stadt nicht allein aus religiösen und kultischen Gründen aufsuchten. Mit solchen Reisen waren immer Prozesse des kulturellen Transfers verbunden, denen nicht nur romorientierte Forschung stets große Aufmerksamkeit geschenkt hat, sondern die auch unter neueren kulturgeschichtlichen Fragestellungen von hohem Interesse sind. Im vorliegenden Band werden Epochen übergreifend und in interdisziplinärem Zugriff verschiedene Aspekte der Geschichte der Einrichtung behandelt.

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