Die Zeit vor Augen : Die Chronos-Uhr im Thronsaal des Berliner Schlosses

Kiesant, Silke

1793 oder kurz darauf erwarb Friedrich Wilhelm II. von Preußen für die Königskammern im Berliner Schloss ein bedeutendes Kunstwerk, das eine Skulptur, eine Uhr und ein mechanisches Musikinstrument miteinander verband: die Flöten- und Klavieruhr mit einem bekrönenden lebensgroßen Chronos. Der König platzierte das Stück im zentralen Raum der Macht: in seinem Thronsaal. Als monumentales Raumkunstwerk mit fast drei Metern Höhe vereinigte die Chronos-Uhr mehrere Funktionen, wobei die Anzeige der genauen Uhrzeit nicht im Vordergrund stand, vielmehr diente es als Musikautomat, Bildwerk und Mahnmal. Während der massive Unterbau mit der Uhr- und Musikspielmechanik während bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg verlorenging, blieb die marmorne Chronos-Figur, die die Züge des Geschichtsschreibers Herodot zeigt, bis heute erhalten. Der Beitrag zeigt den Einfluss der Gräfin Lichtenau auf die Entstehung und Erwerbung der Uhr auf und versucht, den Hersteller zu identifizieren.

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