Man sieht, was man denkt : Die künstlerische Rezeption des Torso vom Belvedere am Beispiel zweier Gemälde aus der Sammlung Friedrichs des Großen

Windt, Franziska GND

In der Sammlung König Friedrichs II. von Preußen gibt es zwei Gemälde, die jeweils eine Szene aus der mythischen Geschichte des Herkules zeigen, eines von Pietro da Cortona und eines wohl aus dem Umkreis von Pier Francesco Mola. Thema ist die Strafe, die Herkules bei der Königin Omphale ableisten muss, indem er sich ihr unterwirft und Frauenarbeit leistet. Für beide Darstellungen der Figur des Herkules diente der antike Torso vom Belvedere in Rom als Modell. Ursache ist wohl die historische Deutung dieses Torso als Statue des Herkules. Im Wetteifer mit der antiken Skulptur haben die Künstler die Figur malerisch vervollständigt und in eine Erzählung eingebunden. Dabei wählten sie mit der Bestrafung des Herkules ein Thema, das dem zeitgenössischen Interesse für die Rollen und die Beziehung von Mann und Frau besonders entsprach.

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