"Als der König in meinem Atelier war." : Wilhelm Camphausens Aufstieg zum Maler der Hohenzollern

Korschanowski, Jessica VIAF

Der Düsseldorfer Historienmaler Wilhelm Camphausen stieg in den Diensten zahlreicher Mitglieder des preußischen Herrscherhauses zu einem der erfolgreichsten deutschen Künstler des 19. Jahrhunderts auf. Besonders Kronprinz Friedrich Wilhelm sowie der König und spätere deutsche Kaiser Wilhelm I. schätzten seine Kunst. Im eigenen Interesse verhalfen sie ihm durch zahlreiche Aufträge zu einer herausragenden Karriere. Zeitgenossen stellten ihn dem heute viel berühmteren Adolph Menzel gleichrangig zur Seite. Gleichwohl hat die Kunstgeschichte Camphausen wenig Beachtung geschenkt. Dabei hat der Maler zahlreiche Selbstzeugnisse hinterlassen, die neben privaten Angelegenheiten auch seinen künstlerischen Werdegang dokumentieren. In einer Reihe von drei Aufsätzen, die mit der vorliegenden Studie ihren Anfang nimmt, dient die überlieferte Korrespondenz als Quellengrundlage, um verschiedene Aspekte von Camphausens Arbeit für Wilhelm I. neu zu beleuchten. Zunächst gilt es, die bisherige Forschung kritisch zu rekapitulieren und um neue Erkenntnisse zu erweitern, die Rückschlüsse auf die Umstände seiner Karriere zulassen. Bislang galt Camphausens politische Einstellung als wichtiger Antrieb seines Schaffens. Hier nun sollen erstmals auch die sozio-ökonomischen Faktoren und Hintergründe seines Aufstiegs betrachtet werden. Der zweite Beitrag wird die in königlich-kaiserlichem Auftrag geschaffenen vaterländischen Geschichtsbilder sowie die Arbeitspraxis des Malers näher in den Blick nehmen. Abschließend sollen die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der monumentalen Reiterporträts preußischer Herrscher erörtert werden, die Camphausen für die königlichen Residenzen in Berlin und Potsdam geschaffen hat und von denen heute nur noch das Reiterporträt Friedrichs des Großen (1870, SPSG) erhalten ist.

Download

Cite

Access Statistic

Total:
Downloads:
Abtractviews:
Last 12 Month:
Downloads:
Abtractviews:

Rights

Use and reproduction:

Export