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Von Wotan, Radegast und Remus – Mythische Vorfahren in herrschaftlichen Landschaftsgärten

Ausgehend von alten Überlieferungsgeschichten formten selbst aufgeklärt-gebildete Gartenbesitzer im 18. Jahrhundert ihre frühen Landschaftsgärten zu Memorialorten eigener fiktiver dynastischer Abstammung. Echte oder gefälschte archäologische Funde verbanden die Gartenlandschaften mit mythisch-antiken Stammvätern wie Remus, Askenas, Arminius, Wotan, Hengist, Horsa oder Radegast, um den herrschaftlichen Besitzanspruch durch genealogische Verortung in der Landschaft zu belegen. An drei Beispielen – Stowe Gardens in Buckinghamshire mit der altsächsischen Wotan-Legende, Hohenzieritz bei Neubrandenburg mit dem wendisch-vandalischen Radegast-Heiligtum Rethra und insbesondere mit dem Park von Rheinsberg mit dem Grabmal und der Insel des Romulos-Bruders Remus – wird dargestellt, wie die Besitzer und Gestalter Richard Temple, First Viscount Cobham (1675–1749), Herzog Carl II. von Mecklenburg-Strelitz (1741–1816) und Kronprinz Friedrich (1712–1786) bzw. Prinz Heinrich von Preußen (1726–1802) ihre Gärten zu Erinnerungslandschaften fiktiver dynastischer Herkommens gestalteten.

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Cultural History of Prussia - Colloquia

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